Internet wird für CSR-Kommunikation

Unsere aktuelle CSR-Studie zeigt, dass die Bedeutung des Internets in der CSR-Kommunikation erheblich zugenommen hat. Untersucht wurden die Websites der zehn größten börsennotierten Unternehmen aus DAX, SMI, ATX, DJ und FTSE – gemessen an der Marktkapitalisierung zum 31.12.2006. Nur zwei der untersuchten Unternehmen veröffentlichen keine Informationen zu ihrem CSR-Engagement im Internet. Die deutschen und schweizerischen Unternehmen liegen kommunikativ an der Spitze. Schlusslicht: Österreich. Dies ist umso erstaunlicher, als dass der Bereich CSR in Österreich sehr weit entwickelt ist. Es besteht offenbar eine große Diskrepanz zwischen dem eigentlichen Handeln und der Kommunikation.

Insgesamt bieten die Seiten meist qualitative Aussagen zu den Themen Umwelt, Gesellschaft oder Mitarbeiter. Auch Case Studies zu Projekten und Maßnahmen sind zahlreich zu finden. Den größten Nachholbedarf gibt es bei der Kommunikation einer überzeugenden CSR-Strategie, der Nennung von klar umrissenen Zielen und bei der quantitativen Berichterstattung. Daten sind – mit Ausnahme des Bereichs Umwelt – unzureichend aufbereitet bzw. fehlen gänzlich. Dies ist bedauerlich, da
Kennzahlen zunehmend an Bedeutung gewinnen – auch für die Stakeholder. Und die hinterfragen, ob es an einer mangelhaften Datenerfassung oder an der fehlenden Bereitschaft liegt, transparent zu kommunizieren. Wenn die Unternehmen auch die Financial Community von ihrem Nachhaltigkeitsengagement überzeugen wollen, muss deutlich nachgebessert werden. Vielen Unternehmen gelingt es noch nicht, die Vorteile des Internets zu nutzen. Sie stellen lediglich ein leseunfreundliches PDF des Printberichts zum Download bereit. Online-Reports, Podcasts, Blogs oder Newsletter – die Möglichkeiten des Web 2.0 haben sich noch nicht durchgesetzt. Dabei wäre das Internet eine ideale Plattform zum Dialog mit den vielen verschiedenen Anspruchsgruppen der Unternehmen.